Hoffnung ist ein ...
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Hesse, Hans (Hg.), Hoffnung ist ein ewiges Begräbnis - Briefe von Dr. Hannah Vogt aus dem Gerichtsgefängnis Osterode und dem KZ Moringen 1933, Bremen 1998, ISBN 3-86108-729-4, 165 S., zahlreiche Abbildungen, 12, 90 €.

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Im März 1933 wurde die junge Göttinger Studentin Hannah Vogt wegen ”Verdacht des Hochverrats” verhaftet. Ihr ”Vergehen”: Sie hatte sich für die KPD engagiert. Neun Monate lang wurde sie, erst im Amtsgerichtsgefängnis Osterode (Harz), dann als eine der ersten Insassinnen im Frauen-Konzentrationslager Moringen bei Göttingen festgehalten, ohne dass es jemals zu einer ordentlichen Gerichtsverhandlung gekommen wäre.
Hannah Vogt engagierte sich nach dem Krieg intensiv in der Göttinger Kommunalpolitik und in der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit. Als sie 1994 starb, fand sich in ihrem Nachlass eine umfangreiche Korrespondenz, die sie während der Haft mit ihrer Familie geführt hatte. Die 92 Briefe spiegeln die dramatische Situation der ersten Monate nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten, sie lassen die Bedrohungen des Haftalltags ahnen und vermitteln gleichwohl den mutigen Anspruch einer jungen Studentin, sich der Repression zu widersetzen. Dieses spannende Zeitdokument - ergänzt durch über 50 Abbildungen und Fotos - wird hier erstmals veröffentlicht.

Seit November 2003 ist in der Gefängniszelle, in der Hannah Vogt inhaftiert war, in Osterode eine Gedenkstätte eingerichtet.

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